Und warum du es auch nicht solltest.
Es fällt mir nicht leicht, das zu schreiben. Ich kommentiere die Arbeit anderer normalerweise nicht öffentlich. Aber diesmal kann ich nicht schweigen.
Eines möchte ich von Anfang an klarstellen: Es geht hier nicht um Konkurrenzkampf. Es geht nicht darum, jemanden kleinzumachen, um selbst grösser zu wirken. Es geht einzig und allein darum, dass ein Studio so weit geht, seine Gäste zu täuschen — und das macht mich wütend.
In letzter Zeit kommen immer mehr Gäste zu mir — mit Erlebnissen, die mich fassungslos machen. Es geht nicht um einen Einzelfall. Ich spreche von einem bekannten, stark vermarkteten Studio in Bern — das ich bewusst noch nicht namentlich nenne. Wenn sich die Situation zuspitzt, werde ich es tun.
Im Internet — auf ihrer Website und in ihrem Portfolio — sind massenhaft mit künstlicher Intelligenz generierte Bilder zu finden. Keine echten Arbeiten. Nirgendwo steht, dass es sich nur um "Inspirationsbilder" handelt. Das ist Irreführung. Das ist eine Lüge.
Aber das ist noch nicht alles. Mehrere meiner Gäste haben mir unabhängig voneinander dasselbe erzählt: Der vereinbarte Preis war am Ende nur ein Bruchteil dessen, was tatsächlich verlangt wurde. Mit dem fertigen Tattoo auf der Haut, an der Kasse, erfuhren sie den echten Betrag — ein Vielfaches des Besprochenen. In diesem Moment ist es schwer, nein zu sagen. Ich könnte konkrete Personen benennen, wenn es nötig wird.
Auf ihrer Website steht gross geschrieben, dass es keine Überraschungen beim Preis gibt. Die Realität sieht anders aus.
Diese KI-Bilderflut auf ihrer Website hat das Fass zum Überlaufen gebracht.
Ich werde nicht schweigen. Ich werde alles in meiner Macht Stehende tun — öffentlich, schriftlich — um Gäste zu schützen und diese Branche von denen zu befreien, die sie in Verruf bringen. Denn ein Tattoo ist kein Betrug. Es ist Kunst. Es ist Vertrauen. Es ist für immer.
Ich nenne den Namen noch nicht — aber ich behalte ihn mir vor.